
Sowohl Janelle Monáe als auch The Heartbreaks waren schon Thema an dieser Stelle. Stilistisch weit voneinander entfernt, veröffentlichten beide dieser Tage Clips zu ihren bislang besten Songs, die bei mir auch bei den Songs des Jahres ganz weit oben mitspielen.
Bei The Heartbreaks ist die Auswahl zugegeben bislang noch stark eingeschränkt, denn die Briten haben bislang nur zwei Singles samt B-Seiten draußen. Die zweite “I didn’t think it would hurt to think of you” ist noch mal eine Schippe stärker als das Debüt “Liar, my dear”. Und so britisch wie die Musik ist auch das Video. Als Werbung für England funktioniert es aber nicht, denn entsprechend dem Song wird die kleinstädtische, graue Seite gezeigt, aus der es auszubrechen gilt. Nach Ewigkeiten der Langeweile ist mit The Hearbreaks wieder eine britische Gitarrenband da, die mich begeistert!
Janelle Monáe hat da schon deutlich mehr Songs vorzuweisen, ein Album und eine EP, doch der erste Song, den ich von ihr gehört habe ist mir immer noch ihr liebster: “Cold war”. Im neuen Clip ist der Bezug zu Sinead O’Connors “Nothing compares to you” vom ersten Moment an augenscheinlich: in beiden Videos ist nur der Kopf der Sängerin vor schwarzem Hintergrund zu sehen, alle Emotionen sind im Gesicht abzulesen und beide weinen. Im Unterschied zur Irin sind bei Monáe neben Trauer aber auch Wut und Ungläubigkeit zu erkennen, wenden sich Blick und Gesicht auch mal von der Kamera ab. Ein starker Clip zu einem starken Song.
Obendrauf möchte ich nochmal auf den wunderbaren Auftritt von Monáe bei “Letterman” hinweisen. Von vorne bis hinten konsequent choreographiert ist die Performance zu “Tightrope”, ohne dabei an Charme einzubüßen. Wenn man da an die Vollplaybackauftritte vor brennenden Ölfässern und Riesenuhren bei “Wetten dass …?” denkt, darf man sich schon mal für Deutschland schämen.
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